News aus dem ServiceCenter Bösingfeld

180 Versicherungsvermittler waren begeistert: „Tolle Veranstaltung! Ein gelungener Tag! Bunter Themenmix. Super Vorträge. Weiter so. Lecker Essen”. So lautet das Feedback vom 11. Tag der Versicherungswirtschaft.

Alle zwei Jahre veranstaltet der IHK-Arbeitskreis Versicherungsvermittler diesen traditionellen Tag in Kooperation mit dem Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute e.V. (BVK), Bezirksverband Ostwestfalen-Lippe und dem Berufsbildungswerk der Versicherungswirtschaft OWL (BWV OWL).

DER KÖRPER SAGT MEHR ALS 1000 WORTE

Charmant, humorvoll und mitreißend entführte Monika Matschnig das Publikum in die Welt der Körpersprache und lebte dabei genau das, was sie vortrug: Wirkung, Präsenz und Ausstrahlung. „Neueste Studien beweisen: Die Wirkungskompetenz hat die Sachkompetenz weit überholt. Nur wer gut wirkt, hat überhaupt die Chance, dass seine Inhalte gehört werden. Das ist Kompetenz“, so Matschnig. Kennen Sie das? Sie verfolgen einen Vortrag, finden ihn klasse und wissen am Ende aber gar nicht genau, warum? Mit Sicherheit lag dies an der Wirkungskompetenz des Vortragsredners – die Körpersprache, Stimme und Inhalte waren kongruent. Der Körper sagt mehr als 1000 Worte! „Die Fähigkeiten, optimal zu wirken, Ihre Körpersprache richtig einzusetzen und die Signale Ihres Gegenübers zu erkennen, können und sollten Sie als Grundausstattung für ein erfolgreiches Berufs- Leben erlernen und trainieren“, empfiehlt die Expertin für Körpersprache. Und das wurde gleich in die Tat umgesetzt: Der Praxistest mit den Zuschauern sorgte für so manches Aha- Erlebnis. Das Beste zum Schluss: „Das, was Sie Ihrem Publikum als Letztes präsentieren, bleibt am intensivsten in Erinnerung. Heben Sie sich also das Beste sprichwörtlich für den Schluss auf“, rät Matschnig.

WORKSHOP EXISTENZGRÜNDUNG

Ein Workshop für Auszubildende ist fester Bestandteil im Programm: Ein wichtiges Ziel der Veranstalter ist es, qualifizierte Nachwuchskräfte für die Branche zu gewinnen. Michael Falkenrath und Moritz von Eckardstein gaben 50 Azubis einen praktischen Einblick in die Fragestellungen rund um die Existenzgründung.

DOKUMENTATION ALS „ZEUGE“

Von Dr. Michael Wurdack, Anwaltskanzlei Küstner, v. Manteuffel & Wurdack erhielten die Teilnehmer ein Update im Vermittlerrecht inklusive der aktuellen Rechtsprechung der Oberlandesgerichte. Beim Thema Ausgleichsanspruch befasste sich der Referent mit der Frage: Wer muss was darlegen und beweisen? Vergütung und ihr Schicksal im Stornofall: Die Stornogefahrmitteilung ermöglicht die Rettung des Provisionsanspruchs durch den Versicherungsvermittler. Diese muss rechtzeitig und unverzüglich erfolgen, so dass sich der Vermittler sinnvoll und mit Aussicht auf Erfolg um eine Rettung des Vertrags bemühen kann, sofern diese Maßnahmen nicht nachweislich durch die Gesellschaft ergriffen werden. Wenn es ernst wird – Verhalten vor und während eines Haftungsprozesses: Ist die Erfüllung der Beratungspflichten streitig, trägt zwar zunächst der Kunde die Beweislast, der Vermittler muss aber die Erfüllung der Beratungspflichten darlegen können. „Bei Verstößen gegen die Dokumentationspflicht ist sogar eine Beweislastumkehr möglich. Daher meine Empfehlung: Nutzen Sie die Dokumentation aktiv zum Enthaftungsmanagement! Die Dokumentation ist der „Zeuge“ des Vermittlers!“, so Dr. Wurdack.

JÄHRLICH 24 MIO. SCHADENSMELDUNGEN

Zum Abschluss ermöglichte Patrick Hufen, Schadenregulierer bei der HUK Coburg, den Zuhörern einen Blick hinter die Kulissen der Fernsehserie ‚Die Versicherungsdetektive‘, die bei RTL ausgestrahlt wird. „Seit 2008 bin ich als ‚Versicherungsdetektiv‘ im Einsatz. Zur Zeit drehen wir gerade die 11. Staffel für das Jahr 2020. Die Fälle und Protagonisten sind echt. Die Kamera begleitet mich bei meiner normalen Arbeit“, informierte der Referent. Vor Ort macht sich Hufen ein Bild vom Schadensfall, untersucht den ‚Tatort‘ und spricht mit den Versicherten. In Extremfällen wird der Tathergang nachgestellt unter der Fragestellung: Kann das wirklich stimmen? Ist die Geschichte zu durchdacht? Hat sie vielleicht zu viele Details? Oder passen die angeblichen Ereignisse nicht zusammen? Als Schadenregulierer sieht Hufen seine Aufgabe in erster Linie darin, zu helfen, und nicht darin, Versicherungsbetrüger zu jagen. „Tauche ich auf der Türschwelle auf, müssen sich Betroffene also nicht gleich Sorgen machen, im Verdacht eines Versicherungsbetruges zu stehen“, beruhigte der Referent. „Die Dreharbeiten sind eine sehr interessante Abwechslung in meinem Leben – aber ich kann mir nicht vorstellen, nur noch vor der Kamera zu stehen“, so Hufen.

Mit freundlicher Genehmigung der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold

zurück